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MAW Motor
ein typischer Zweitakter

Funktionsweise des Zweitaktmotors.

Zur Erklärung wollen wir den Ablauf einer Kubelwellenumdrehung wie üblich in 6 Arbeitstakte aufteilen:

1. Ansaugtakt: Der Kolben bewegt sich im Zylinder aufwärts Richtung Oberer Totpunkt (OT) dabei entsteht im Kurbelwellengehäuse ein Unterdruck. Sobald der Kolben mit seiner Unterseite (Kolbenhemd) den Ansaugkanal freigibt, wird das Benzin Luftgemisch angesaugt. Bereits hier wird deutlich, dass die Abdichtung auch des Kurbelwellengehäuses enorm wichtig ist. Hier sind vor allem auch die Simmeringe zu überprüfen.

2. Vorverdichtung: Geht der Kolben wieder nach Überschreiten des OT nach unten Richtung Unterer Totpunkt (UT) wird der Ansaugkanal verschlossen und das Luft - Kraftstoffgemisch im Kurbelwellengehäuse vorverdichtet.

3. Überströmen: Wenn der Kolben kurz vor dem UT ist, wird der Überströmkanal geöffnet. Das Gemisch kann dann in den Brennraum strömen. Dieser Vorgang passiert sehr schnell und es entsteht dabei ein Unterdruck im Kurbelwellengehäuse. Der sorgt dann wieder für ein erneutes späteres Ansaugen.

4. Verdichten: Das Gemisch befindet sich jetzt im Brennraum, der Kolben geht weiter nach oben zum OT. Dabei wird das Gemisch zusammengepresst, also verdichtet.

5. Arbeitstakt: Kurz vor Erreichen des OT wird das Gemisch entzündet. Über die Funktonsweise der Zündung findet Ihr auch unter dem entsprechenden Button etwas Genaueres.  Das Zünden findet vor erreichen des OT statt, da die Flammwand des entzündeten Gemisches eine gewisse Zeit zur Ausbreitung benötigt Bei Einhaltung des vorgeschriebenen Zündzeitpunktes hat der Kolben den OT zu Zeit der stärksten Druckausübung dann auch überschritten. Das abbrennende Gemisch dürckt den Kolben also wieder nach unten, dabei wird die Kurbelwelle gedreht und der Motor gibt seine Leistung ab.

6. Auspuffen/Auslassen: Wenn der Kolben in seiner Abwärtsbewegung den Auslasskanl frei gibt, kann das verbrannte Gemisch in Richtung Auspuff entweichen. Daß die Takte zeitgelich unter und über dem Kolben ablaufen, ist sicher einleuchtend.

Zum Auspuffen und damit zum Auspuff selber möchten wir noch eine Anmerkung loswerden: Der Auspuff ist alles andere als nur ein schlichter Geräuschdämpfer. Er ist das entscheidende Organ zur Regelung des Staudrucks, und dieser Staudruck liegt zwischen 200 - 1200mm Wassersäule. Das heisst, die Erbauer der jeweiligen Motoren haben sich was bei der Konstruktion des entsprechenden Auspuffs gedacht. Der Staudruck erregt die Spülwalze, um es einfach auszudrücken ist er dafür stark mitverantwortlich, daß das  verbrannte Gemisch abfliesst und zwar auch in einer ganz bestimmten Art aus dem Zylinder. Nur so ist auch eine möglichst optimale Befüllung des Zylinders mit neuen Gemisch möglich. Wir haben fetgestellt, daß es sich empfiehlt, keine Veränderungen am Auspuff vorzunehmen - ausser ihn regelmäßig von Ölkohle zu befreien. So laufen unsere Motoren einfach am zuverlässigsten.

Dies war sicher eine nur einfache Darstellung der Motrorarbeitsweise, aber wir denken absolut ausreichend für uns Hobbiisten. Eine Bildfolge über den Vorgang findet ihr unter "Der Ablauf im Bild"